Tag der älteren Generation. Foto: lvffood.com

Das stille Gewicht der Pflege

Wenn Patienten sterben und wie Pflegekräfte damit umgehen können!

Wer in der Pflege arbeitet, kennt dieses Gefühl: Das Bett ist leer, frisch gemacht, aber gestern lag noch ein Patient darin. Heute früh ist er gestorben. Und jetzt kommt bereits der nächste Patient. Das kurze Innehalten, das niemand sieht und dann das Weitermachen, ohne zu meckern.

Darüber redet kaum jemand. Weil der Tod in der Gesundheitsbranche irgendwie „dazugehört". Aber genau das ist das Problem. Trauer sieht nicht immer aus wie Trauer. Manchmal ist es nur Müdigkeit oder leichte Reizbarkeit. Manchmal kommt sie erst Wochen später, wenn endlich mal Ruhe ist. Und dann gibt es noch dieses Gefühl, über das kaum jemand spricht: Erleichterung – wenn jemand lange gelitten hat. Gefolgt vom schlechten Gewissen. Ob man das überhaupt fühlen darf.

Wenn sich Trauer aufstaut

Besonders unterschätzt ist die sogenannte kumulative Trauer. Verlust auf Verlust, ohne Zeit zum Verarbeiten. Irgendwann trägt man ein ganz schönes Gewicht mit sich herum, ohne es selbst zu merken. Da helfen kleine Rituale im Team, wie tiefergehende Gespräche und nicht das einfache „Alles okay?" mal eben in der Pause. Die schwierigste Balance für Pflegekräfte ist, sich in gewissem Rahmen emotional abgrenzen, ohne abzustumpfen.

Auch mal Raum geben

Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber von Pflegekräften sollten nicht nur bei schweren Fällen ihre Hilfe anbieten. Als Gesellschaft sollten wir eine Kultur fördern, in der Gefühle keine Schwäche sind, sondern Teil unseres Jobs. Denn wer täglich mit dem Tod konfrontiert ist und trotzdem jeden Morgen wieder auf der Matte steht, ist stark! Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Das verdient Anerkennung. Wir bei flexomed legen großen Wert auf Verständnis – für jeden. Egal, wie die individuellen Umstände sind.