Im Interview mit Glückscoach Jana Stagge: Sie ist erfolgreiche Unternehmerin, Ehefrau, Mutter und Großmutter von zwei Enkeln, die sie liebevoll „Amo“ nennen. Seit diesem Jahr ist sie zudem als Glückscoach in besonderer „Mission Possible“ unterwegs. Im Interview mit der Redaktion des flexomed Magazins verrät uns Jana Stagge warum sie sich seit diesem Jahr intensiv mit der Thematik „Glück“ auseinandersetzt, wie sie das Lebensgefühl anderer Menschen positiv verändern möchte und warum Unternehmen künftig verstärkt auf den Erfolgsfaktor glückliche Mitarbeiter setzen sollten.

Frau Stagge, seit über einem Jahr beschäftigen Sie sich mit dem Thema „Glück“. Warum? Gab es einen entscheidenden Moment?

Dafür war die Pandemie – im positiven Sinne – ganz entscheidend. Ich war es leid, mir immer wieder negative Berichterstattung anzusehen, die täglich wie ein Mantra heruntergebetet wurde. Ich habe mir die Frage gestellt, warum gibt es keine positiven Nachrichten mehr? Vor allem, was macht das mit unserer Gesellschaft? Denn, wer nur negativ liest und denkt, der wird depressiv und kommt nicht mehr voran. Die Innovation ist gestoppt. Deshalb habe ich mir überlegt zu handeln und selbst für positive Schlagzeilen auf unseren Kommunikationskanälen zu sorgen. Unter dem Motto „Get lucky – flexomed macht glücklich!“ haben wir seit diesem Jahr eine Kampagne entwickelt, deren Maßnahmen unsere Mitarbeitenden, Kunden und Pflegebedürftigen positiv und glücklich stimmen. Neben ausgewählten Genusspräsenten bieten wir mediale Glücksmomente in Form von Podcasts und inspirierenden Artikeln an. Zudem laden wir alle Interessenten einmal im Monat zu unserer kostenfreien „Happy Hour“ ein. In 60 Minuten erleben unsere Teilnehmenden, was sie alles tun können, um ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen. Danach verschicken wir unser Glückstagebuch, das wir liebevoll entwickelt und gestaltet haben …

… Glücklichsein kann man also lernen?

Auf jeden Fall. Jeder kann das erlernen! Zum einen, weil es eine innere Haltung ist, wie man den Dingen gegenübersteht. Dazu fällt mir immer der Spruch meines Vaters ein, den er mir als Kind in mein Poesiealbum schrieb: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Jeder Mensch hat die Wahl, Dingen positiv oder negativ gegenüber zu stehen. Entscheide ich mich für das erste, wird es mir leichter fallen, glücklich zu sein, bzw. in vielen verschiedenen Situationen des Lebens Glück zu empfinden. Kein anderer entscheidet das für mich, nur ich selbst.

Das Glück wohnt in jedem von uns in Form von Hormonen. Man muss nur wissen, wie man sie herauskitzelt, oder?

Jana Stagge: Ja, genau! Denn für das körpereigene Glück ist nicht nur das Herz verantwortlich, wie allgemein behauptet wird. Nein, es sind unsere Glückshormone, die uns zum Tanzen bringen. Für das Glück laufen ganz spezielle Prozesse im Gehirn ab. Dort werden bestimmte Stoffe ausgeschieden, wie u. a. Serotonin, Endorphin oder Oxytozin. Und mit einem einfachen Trick, können wir diese Hormone zur Ausschüttung bringen: Ein einfaches Lächeln oder Lachen genügt, um uns in einen glücklichen Zustand zu versetzen. Es heißt ja nicht umsonst: Lachen macht gesund!

Waren Sie schon immer glücklich? Oder ganz konkret gefragt, was ist Ihre persönliche Anleitung zum Glück? Was machen Sie, um glücklich zu bleiben?

Jana Stagge: Ich hatte das große Glück, eine ganz tolle Kindheit erleben zu dürfen mit lieben Eltern. Gerade mein Vater war mir immer ein großes Vorbild, wenn es um das Thema Glück ging. Er hat mir von klein auf klar gemacht hat, dass ich selbst meines Glückes Schmied bin. Er hat mich darin bestärkt, die Dinge zu machen, auf die ich Lust hatte und das hat er mir jeden Tag vorgelebt. Einfach das tun, was ich möchte und nicht auf andere gucken, was die vielleicht über mich sagen oder was sie tun. Er hat mich ganz früh darauf vorbereitet, mein eigenes Ding durchzuziehen und das habe ich mein ganzes Leben lang gemacht. Wenn mir beispielsweise ein Job nicht mehr gefallen hat, habe ich gekündigt und mir einen neuen gesucht. Das heißt aber nicht, dass ich ununterbrochen glücklich war. Zum Leben und Glücklichsein gehören auch schwierige Zeiten. Jeder von uns wird mal einen geliebten Menschen verlieren. Das habe ich auch schon hinter mir. Natürlich war ich dann sehr traurig, aber ich habe mich schnell gefangen, meine Stärken mobilisiert und im Sinne meiner Eltern weitergemacht. Auch in meiner Ehe sind wir aus schwereren Zeiten gestärkt hervorgegangen, weil wir uns gegenseitig unterstützt haben. Manchmal schauen wir zurück und denken, vielleicht sind es gerade solche Situationen, die uns geholfen haben und warum wir auch jetzt noch glücklich zusammen sind.

„Happy Hour“ – so heißt ihr Online-Glücksformat, das Sie einmal pro Monat kostenfrei anbieten. Wie sind Sie auf die Idee gekommen virtuelle Glückscoachings durchzuführen und was haben wir uns darunter konkret vorzustellen?

Bei unserer Happy Hour schenke ich den Teilnehmenden 60 Minuten Zeit und Ruhe für sich. Ich biete die Gelegenheit, in sich hinein zu hören und zu entdecken, wie schnell man das Glück finden bzw. selbst in die Hand nehmen kann. Da ist zum einen das Glück, was in einem wohnt und entdeckt werden kann. In vielen Situationen sollte man das Glas nicht „halbleer“, sondern „halbvoll“ sehen, will heißen: Richte deinen Fokus auf die positiven Dinge, dann stellt sich das Glück von ganz alleine ein. Und wenn wir beispielsweise anderen Menschen helfen, anstatt sich über sie aufzuregen, löst dies bereits ein Glücksgefühl aus. Das und noch viel mehr möchte ich den Teilnehmern vermitteln, denn es kostet nichts, glücklich zu sein. Es braucht nur ein paar kleine Änderungen im Leben, die den Blick wieder auf das Wesentliche lenken. Und weil ich viele Menschen sehe, die mit einem langen Gesicht herumlaufen und nicht lächeln, dann möchte ich aktiv werden und mit ihnen mein Glück teilen, in dem ich ihnen ein paar Tipps und Übungen zur Hand gebe, mit denen auch sie ihr Leben positiv verändern können. Und natürlich: Jeder von uns hat sein Päckchen zu tragen. Die Frage ist nur, blase ich dabei Trübsal oder lächle ich lieber und erleichtere mir damit das Tragen. Durch dieses positive Umdenken beschäftige ich mich mit Lösungen und nicht mit den Problemen an sich. Schon durch diese kleine Transformation in meinem Denken habe ich einen großen Schritt in Richtung Glücklichsein getan!

Sie sagen, dass Unternehmen – gleich welcher Branche – mehr zum Glück ihrer Mitarbeitenden beisteuern sollten. Was meinen Sie konkret damit? Und welche Ideen haben Sie für solche Unternehmen?

Wir erleben es täglich und immer wieder. Dort, wo ein gutes Betriebsklima in den Einrichtungen herrscht, fühlen sich Pflegekräfte und -bedürftige am wohlsten und sind zufrieden. Gerade Pflegeeinrichtungen sollten auf ein positives Image achten. Denn die nachwachsende Generation der Babyboomer informiert sich genau und wählt den Ort selbst aus, wo sie alt werden möchten. Und dazu gehört vor allem der Wohlfühlfaktor, der maßgeblich vom Pflegepersonal geprägt wird. Die Entscheider der Pflegeeinrichtungen sollten deshalb mit „Feel Good-Maßnahmen“ zum Glück ihrer Mitarbeiter beitragen. Und dabei geht es nicht vorrangig um das Gehalt sondern um „Soft Skills“ wie sein Personal zu hegen und zu pflegen. Neben einem regelmäßigen Lob oder dem wertschätzen der Arbeit, empfiehlt es sich auch besondere Maßnahmen anzubieten: z. B. die Weiterbildung zum Genussberater oder unsere Glückscoachings. Auch die Ernennung eines Mitarbeiters, der sich um solche Maßnahmen konkret kümmert, ist zu empfehlen.

Haben Sie zum Abschluss einen einfachen Do-It-Yourself Tipp zum Glücklichsein?

Nichts einfacher als das! Die Hormonausschüttung beginnt direkt beim Lächeln. Also einfach regelmäßig lächeln. Wer sich damit schwer tut, sollte sich morgens vor den Spiegel stellen und sich selbst anlächeln. Das weckt nicht nur positive Gefühle sondern macht auch wach!

Die flexomed Glücksredaktion bedankt sich fürs Interview!

Tipps der flexomed Redaktion

Für alle Glückssuchenden: Tipps, Podcasts und einen Überblick der Happy Hour-Termine finden Sie unter: www.flexomed.de/get-lucky/.

Für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter glücklich machen möchten: Wir beraten Sie sehr gerne zu den Maßnahmen, die Sie über uns buchen können, ob Weiterbildung zum Genussberater oder Glückscoaching. Wir finden für Sie das passende Angebot. Jana Stagge steht Ihnen gerne zur Verfügung: jana@genussengel.de.